Kompakt News der KW 34

Rundfunklizenzen auch für Streaming

Auch Twitch- und Youtube-Streamer sollen nach Forderung der Landesmedienanstalt NRW Rundfunklizenzen einholen müssen. Tobias Schmid, Chef der Landesmedienanstalt NRW, beruft sich dabei auf das Gesetz: Umsatzstarke Unternehmen müssten einmalig 10.000 Euro für die Lizenz zahlen. Da Streamer wie der Let’s-Player Gronkh zu jenen Umsatzstarken gehörten, wurden diese kürzlich wegen fehlender Lizenzen und Verstöße gegen Werbereglementierungen von der Mediananstalt abgemahnt. Zwar wolle man gerne die Regelungen lockern, könne aber aufgrund der gegenwärtigen Rechtslage nichts daran ändern.

 

US-Bürger klagen gegen Google

Da die Suche im Web allgemein als „googeln“ bezeichnet wird, müsse dem Suchmaschinenservice nach Meinung zweier klagender US-Bürger das Markenzeichen „Google“ aberkannt werden. Nun muss sich Google sogar vor dem Supreme Court verantworten. Sie stützen sich dabei auf den Fakt, dass auch Begriffe wie Videotape und Teleprompter in den USA nach dem Übergang in den alltäglichen Sprachgebrauch nicht mehr als geschützte Markenzeichen gelten. Die letzte Instanz hingegen wies die Klage ab, da das Markenzeichen nicht exklusiv genug sei. Man könne den Begriff immer noch umgehen, denn „Google“ stehe nicht im Allgemeinen für die Suche im Internet und sei immer noch an das kalifornische Unternehmen gebunden.

 

Estcoin als Ergänzung für digitale Staatsbürgerschaft

Ausländern gewährt die gebührenpflichtige E-Residency eine digitale estnische Staatsbürgerschaft. Diese beinhaltet einen elektronischen Personalausweis und die Ermöglichung der Gründung von Unternehmen in Estland. Ergänzend dazu soll nach einem Vorschlag des Leiters der E-Residency nun der Estcoin als Kryptowährung kommen. Investoren soll der Kauf von Estcoins angeboten werden, um mit den Einnahmen die Digitalisierung Estlands zu forcieren. Sie sollen dabei Beteiligung an estnischen Unternehmen erlangen und von deren Einnahmen profitieren können, sofern ganz Estland profitiert. Zudem solle die Nutzung der Coins für illegale Machenschaften durch die staatliche Aufsicht verhindert werden. Dabei blieben Äußerungen zum Schutz der Privatsphäre bislang allerdings noch aus. Während ähnliche Überlegungen in Deutschland noch nicht bekannt gemacht wurden, wurden in Großbritannien bereits sogar Prototypen für Staats- bzw. Zentralbank-Coins vorgestellt.

 

Keine Tweets für Trump

Eine ehemalige CIA-Agentin sammelt via gofundme.com Geld, um Twitter kaufen zu können. Hintergrund dieser Aktion soll sein, US-Präsident Trump von der Social-Media-Plattform entfernen zu können. Sie halte Trumps Tweets für grausam und gefährlich.

 

Erster Satellit aus Taiwan im All

Von Kalifornien aus startete eine Rakete mit dem ersten Satelliten aus Taiwan in Richtung Weltraum. FormoSat-5 heißt der Satellit, der Freitagmorgen die Erdumlaufbahn verlassen und bereits erste Signale ausgeschickt hat. FormoSat-5 soll fünf Jahre im All bleiben und dazu dienen, Umwelt und Weltraum besser erforschen und Naturkatastrophen vorhersagen zu können.