Kompakt News Januar

Spotify: Klage auf 1,6 Milliarden Dollar Schadensersatz

Laut der Klage des US-Verlags Wixen Music Publishing habe sich der Musikdienst Spotify nicht immer die nötigen Lizenzen eingeholt, wenn er neue Songs ins Angebot aufgenommen hat. 21 Prozent der Songs auf Spotify sollen demnach nicht ordnungsgemäß lizensiert sein. Die Schadensersatzhöhe von 1,6 Milliarden US-Dollar sei dabei nur ein Mindestwert. Darüber hinaus wolle man eine Unterlassungsverfügung erwirken. Da das US-Parlament mit neuen Regelungen für die Lizensierung von Musik mit dem Music Modernization Act aufwartet, hat Wixen noch vor Jahresende Klage eingereicht, um die eigenen Rechte nicht zu verlieren.

USA: Zurück zur Netzneutralität?

Um die Abschaffung der Netzneutralität ruckgängig machen zu können, brauchen die Demokraten die Unterstützung des politischen Gegners. Die erste Republikanerin sicherte nun ihre Befürwortung zu. Stimmten die Demokraten geschlossen für die Umkehr der Abschaffung der Netzneutralität, benötigten sie lediglich eine weitere Stimme auf Seiten der Republikaner, um das erste Hindernis erfolgreich hinter sich gebracht zu haben. Sollte es so kommen,  müsste das dann verabschiedete Gesetz immer noch durch das Repräsentantenhaus, wo die Republikaner über 40 Stimmen mehr als die Demokraten besitzen.

Deutschland und Frankreich wollen Bitcoin stärker kontrollieren

Während in Deutschland die Regulierungsbildung, voraussichtlich bis nach Ostern, im vollen Gange ist, planen Berlin und Paris bereits gemeinsam neue Vorschläge zur Regulierung. Die starken Kursschwankungen und das rasante Wachstum rücken den Bitcoin immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit von Staaten, die nun immer häufiger das Erfordernis stärkerer Kontrollen betonen. Nach Bundesfinanzminister Altmaier (CDU) sei es die Verantwortung des Staates, seinen Bürgern mehr Sicherheit im Umgang mit der Kryptowährung zu gewährleisten. Die Besteuerung von Internetgiganten solle zudem in Erwägung gezogen werden.

Amazon Go: Eröffnung des ersten Supermarkts

Ohne die Installation von Kassen will Amazon die Idee eines Supermarkts realisieren. Lediglich eine App soll den Kunden beim Eintreten und seine Waren während des Einkaufs registrieren und am Ende abrechnen. Der beim Einkauf zustande gekommene Betrag soll dann über das Amazon-Konto des Kunden eingezogen werden. Supermärkte von Amazon Go sollen überwiegend Salate, Kochboxen und Fertiggerichte sowie einige frische Lebensmittel anbieten. Auch wenn es keine Kassierer gibt, so gibt es doch einige Angestellte, die beispielsweise die Regale auffüllen und den Kunden zur Verfügung stehen. Die Preise blieben dabei auf Supermarktniveau.