Kompakt News der KW 49

Paypal: 1,6 Millionen Daten von TIO Networks geklaut

Kunden, die sonst keinen einfachen Zugang zu Daten haben, bietet TIO Networks Dienste an, damit sie ihre Rechnungen bezahlen können. Nun gab Paypal, welches das kanadische Unternehmen im Juli kaufte, bekannt, dass die Daten von ungefähr 1,6 Millionen Kunden gestohlen worden seien. Bei den Daten handle es sich um persönliche Informationen wie Bankdaten und Sozialversicherungsnummern. TIO bittet seine Kunden nun, von einem Service zum Schutz ihrer Identität Gebrauch zu machen und will den Betroffenen für das kommende ein kostenloses Credit Monitoring anbieten. Obwohl TIO zu Paypal gehört, jedoch völlig unabhängig arbeitet, sind Paypal-Kunden nicht betroffen.

5G doch erst 2025

Eigentlich sollte nach Verständigung des Ministerrates 5G ab 2020 in allen EU-Mitgliedstaaten verfügbar sein. Die estnische IT-Ministerin Urve Palo erklärte im der Ratspräsidentschaft jedoch, dass man hoffe, bis 2025 ein ausgebautes 5G-Netz in allen größeren Städten und entlang der Hauptverkehrsstraßen jedes EU-Mitgliedsstaates zu sehen, da eine schnelle Internetverbindung unbedingt notwendig zu Bewältigung der immer größer werdenden Datenmengen sei. Digitalkommissarin Mariya Gabriel, die mahnte, die EU dürfe sich von Asien nicht abhängen lassen, nahm den neuen Plan mit Zurückhaltung an. Auch wenn es sich bei der Zeitsetzung um einen Fortschritt handle, vermisse sie eine verbindliche Frist, zu der den Mitgliedsstaaten das für 5G notwendige Funkspektrum bereitzustellen sei. Gabriel halte es für nötig, die Funkbänder bereits vor 2020 zu verteilen. Zugesichert wurde von Seiten der Minister allerdings lediglich die „technische Harmonisierung“ der Frequenzen bis 2019 und die Verfügbarkeit von 5G in immerhin einer Stadt eines jeden EU-Landes.

Russland: E-Votings sollen transparenter werden

Da Russland es oftmals mit Korruptionsvorwürfen zu tun bekommt, hat Moskau angekündigt, Online-Abstimmungen über das E-Voting-System „Aktiver Bürger“ mittels Blockchain sicherer, nachvollziehbarer und transparenter gemacht werden. Durch die Verbindung mit einer Blockchain kann ein verteiltes Netzwerk die durchgeführten Transaktionen selbst verifizieren. So können die Nutzer die Prozesse in Echtzeit verfolgen und sich der Richtigkeit der Ergebnisse vergewissern.

Bitcoin: Kurs schlägt aus

Zunehmende Attacken von Hackern und andere technische Schwierigkeiten sorgen immer mehr für Schwankungen des Bitcoin-Kurses. So kam es dazu, dass am Donnerstagabend der Bitcoin auf Coinbase innerhalb weniger Minuten von 16.000 Dollar auf 20.000 Dollar stieg und dann wieder fiel. Laut Berechnungen von Coinmarketcap sei der Bitcoin zurzeit 16.400 Dollar wert.  An anderen Börsen kam es Donnerstag nicht zu solch starken Schwankungen. Dies kann ein Zeichen dafür sein, dass es an etablierten Börsen wie der CBOE zu weiteren Marktverwerfungen kommen könnte, wenn Futures in der nächsten Woche bei verschiedenen Bitcoin-Märkten an den Start gehen.

An der koreanischen Börse liegt der Kurs momentan bei 18.700 Dollar. In Europa erzielt er jedoch lediglich 15.500 Dollar.