Kompakt News der KW 47

Black Friday auch in Deutschland angekommen

Mittlerweile hat es der amerikanische Schnäppchentag in das Bewusstsein deutscher Shoppingwütiger geschafft und dominiert nun auch hierzulande das vorweihnachtliche Einkaufsverhalten. Viele Händler wie Amazon erweitern ihr Rabattangebot gleich auf eine ganze Woche. Während die Händler in den letzten Jahren die stärksten Umsätze in der ersten Dezemberwoche verzeichneten, verschiebt sich die umsatzstärkste Zeit durch Black-Friday und Cyber-Monday in die letzte Novemberwoche. Experten warnen vor dem Discount-Wahn, der die Entwicklung zur Discount-Gesellschaft vorantreibt.

YouTube will familienfreundlicher werden

Nachdem mehrere Versuche verzeichnet wurden, bei denen Inhalte familienfreundlicher dargestellt wurden als sie tatsächlich waren, kündigte die Videoplattform YouTube nun Maßnahmen an, um den Schutz Minderjähriger besser gewährleisten zu können. So soll es künftig Altersbeschränkungen für Videos geben, die ungeeignet für Kinder sind. Auch die Richtlinien zur Entfernung ungeeigneter Inhalte wurden so verschärft, dass bislang über 50 Channels und tausende Videos entfernt werden konnten. Bereits im Juni wurden die Richtlinien für Werbende überarbeitet. Seitdem hat YouTube bereits drei Millionen Videos entfernt, mindestens 500.000 Weitere sollen noch folgen. Die Videoplattform hat angekündigt, so kinderfreundlich wie möglich zu werden und will den Herstellern familienfreundlicher Inhalte ein entsprechendes Handbuch an die Seite geben. Zudem wird die Anzahl der Trusted-Flagger (freiwilliger Helfer) verdoppelt.

Snowden: Warnung vor iPhone und Biometrie

Nutzer geben freiwillig persönliche Daten her, die auf Seiten der Hersteller wie beispielsweise Apple missbraucht werden können. So zieht Snowden die Fähigkeit zur Gesichtserkennung des neuen iPhone X in die Kritik. Apple werde vermutlich auch Entwicklern von Fremd-Apps Zugriff auf die aus der Gesichtserkennung gewonnenen Daten geben. So werden vermutlich Werbende die Gesichtserkennung nutzen, um den Anwender während einer geschalteten Werbeeinheit zu beobachten. Auch wenn solche Übergriffe verboten würden, sei man vor Missbrauch nur schwer zu schützen. Der Verbraucher trage das Risiko, so Snowden.

Hillary Clinton: KI wird die USA unvorbereitet treffen

Nach der Meinung der ehemaligen US-Außenministerin und Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton werden die Auswirkungen künstlicher Intelligenz (KI) die USA völlig unvorbereitet treffen. Der mögliche Jobverlust von Millionen von Menschen und die wachsenden Überwachungsmöglichkeiten seien dabei ihre Hauptsorgen. Bezüglich der immer realer werdenden Zukunftsvision automatisierten Fahrens befürchte sie die drohende Arbeitslosigkeit vieler Million US-Bürger. Diese Sorge zeigt sich berechtigt, wirft man einen Blick auf die Zusammenfassung von The Verge, welche sich bereits mit diesem Thema beschäftigte: In den Jahren 1990 bis 2007 bedeutete der Roboter-Einsatz bereits den Verlust von 3 bis 5,6 Arbeitsstellen.

USA schafft Netzneutralität ab

Aus republikanischer Sicht sind die vorhandenen Vorschiften zur Netzneutralität überflüssig, da das Internet auch ohne sie gut bestehen könne. Außerdem würde Netzneutralität Investitionen bremsen. Deswegen werden die Republikaner mit der Restoring Internet Freedom Order die Netzneutralität am 14. Dezember abschaffen. Damit werden die drei Gebote der Netzneutralität der Vergangenheit angehören. Auch auf lokaler Ebene solle den Kommunen verboten werden, die Netzneutralität aufrechtzuerhalten. Betroffene können sich künftig nur noch informell bei der FCC beschweren. Ob dann ein Verfahren eröffnet wird, werde im Einzelfall geprüft. Gemäß dem Antrag der Republikaner solle sich die Handelsaufsicht FTC um den Datenschutz kümmern, was sie, nach einem Urteil des Bundesberufungsgerichts, jedoch gar nicht dürfe. Experten sehen den Datenschutz infolgedessen in Gefahr.