Kompakt News der KW 45

ICIJ: “Paradise Papers”-Enthüllung

Nach den Panama Papers gibt es nun neue, brisante Enthüllungen um ein Datenleck, das von den Autoren auf den Namen Paradise Papers getauft wurde. Dabei soll es sich, Berichten zufolge, vorwiegend um Dokumente zu Briefkastenfirmen einer Anwaltskanzlei auf den Bermudas und einer Firma in Singapur handeln. So soll beispielsweise Apple versucht haben, einen Geschäftssitz in einem Land, in dem offiziell keine Steuern anfallen, zu finden. Auch Vertraute von US-Präsident Trump, Facebook und Twitter sollen in der Affäre um die Paradise Papers Erwähnung finden. Das ICIJ, ein weltweites Netzwerk bestehend aus investigativen Journalisten, wurde bereits für die Enthüllung der Panama Papers dieses Jahr mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.

Elektronische Gesundheitskarte: Online-Anschluss erst ab Dezember 2018

Der 30. Juni 2018 sollte eigentlich der Starttermin der Online-Anbindung für die elektronische Gesundheitskarte sein. Da der Anschluss ab diesem Datum aufgrund der noch nicht verfügbaren VPN-Konnektoren jedoch nicht mehr realistisch scheint, wurde nun der 31. Dezember als neues Start-Datum festgesetzt. Das eHealth-Gesetz sieht zudem finanzielle Sanktionen vor, die ohne Aufschub schon ab dem 30. Juni angefallen und anfechtbar geworden wären.

WhatsApp-Fake bei Google Play

In den App-Store Google Play hat sich eine täuschend ähnliche Kopie der Messenger-App WhatsApp eingeschleust. Ungefähr eine Millionen Nutzer sind auf die Kopie reingefallen. Die Fake-App soll eine Werbe-Spam-App sein und die Nutzer zur Installation weiterer Apps verleiten. Die Verantwortlichen sollen dadurch von anderen App-Anbietern Provisionen erhalten. Nutzer, die sich den Messenger WhatsApp installieren wollen, sollten unbedingt darauf achten, sich „WhatsApp Inc.“ herunterzuladen. Mittlerweile sei die App jedoch erfolgreich aus dem App-Store entfernt worden sein.

NRW: Warnhinweise für Datenabgriff bei Gratis-Apps

Auch wenn diverse Apps kein Geld kosten, sind diese nicht ganz kostenlos. Apps wie Foodspotting und WhatsApp greifen Daten ab, um diese zu nutzen. Um Verbraucher besser vor dem Datenabgriff durch diese Apps zu warnen, verlangt Nordrhein-Westfalen Warnhinweise, die ebenso prominent über die Höhe der zu sammelnden Daten informieren wie es Preisschilder tun. Bislang gebe es jedoch noch keinen ausgefertigten Gesetzesentwurf.

280 Zeichen: Tweets dürfen jetzt doppelt so lang werden

Bislang durfte ein Tweet maximal 140 Zeichen umfassen. Ab jetzt können Tweets mit maximal 280 Zeichen jedoch doppelt so lang ausfallen. Twitter möchte damit die Nutzer zufriedener machen und hofft, vor allem in Deutschland, auf eine höhere Beteiligung. Auch wenn es nach eigenen Aussagen Jack Dorseys, dem Geschäftsführer von Twitter, wichtig sei, die Kürze beizubehalten, solle diese Initiative dazu dienen, Twitter attraktiver zu gestalten.