Kompakt News der KW 44

Manipulation im US-Wahlkampf: Facebook, Twitter und Google vor dem US-Senat

Seit Dienstag müssen die Vertreter von Facebook, Twitter und Google vor dem US-Senat dafür gerade stehen, was sich während des US-Wahlkampfes auf ihren Plattformen zugetragen haben soll. Die Rede ist hierbei von ausländischer, bzw. russischer Einflussnahme auf den Wahlkampf in den USA. Viel zu lange habe man auf Seiten der Internetdienste Stillschweigen bewahrt und tatenlos zugesehen. Colin Stretch, Chef der Rechtsabteilung von Facebook, erwiderte darauf, dass die Manipulation von Wahlen eine völlig neue Herausforderung darstelle. Dennoch versicherten die Vertreter zukünftig bessere Kontrollen.

Spitzenanwälte der Unternehmen traten wenig später auch vor die Geheimdienstausschüsse von Senat und Repräsentantenhaus, um ihre eigenen Ermittlungen bezüglich russischer Einflussnahme vorzustellen. Facebook zufolge erreichten die in Rubel bezahlten Anzeigen auf Facebook und Instagram ungefähr 146 Millionen Menschen. Auf die Frage, welche Maßnahmen man gegen Manipulationen dieser Größenordnung ergreifen wolle, fielen die Antworten zur sichtlichen Enttäuschung der Senatoren eher unkonkret aus.

Verlag Springer Nature: Zensur in China

Damit die Inhalte des Springer Nature Verlags in China nicht geblockt werden, habe man die eigenen Inhalte gleich selbst zensiert. So seien die Teile des Online-Angebots in China nicht aufrufbar, welche Themen wie Taiwan oder Tibet beinhalten, die in China als kritisch angesehen werden. Damit wolle man auf Seiten des Verlages schlimmere Auswirkungen für Kunden und Autoren von Anfang an vermeiden.

Düsseldorf testet automatisiertes Fahren ab 2018

15 Millionen Euro sollen finanziert werden, um einen von mehreren Testläufen in Düsseldorf zu realisieren. Davon sollen neun Millionen Euro vom Bundesministerium gefördert werden. Ab Sommer 2018 soll das automatisierte Fahren unter Realbedingungen in der Düsseldorfer Innenstadt auf die Probe gestellt werden. Für den Düsseldorfer Testbereich wird ‚Starßen.NRW‘ die telematische Infrastruktur mit digitalisierten Karten, Höchstgeschwindigkeiten und Warnhinweisen bereitstellen. Vom Autobahnkreuz Meerbusch über die A7, die A52, eine Bundesstraße, über einen Autotunnel und eine Rheinrücke bis in den Stadtteil Friedrichstadt soll sich das Testgebiet erstrecken. In Berlin, Bad Birnbach in Bayern und auf Sylt werde es weitere Teststrecken geben. Dennoch wolle man natürlich nichts dem Zufall überlassen und setze auf die Anwesenheit eines Fahrers, der für sein Fahrzeug verantwortlich handle.

Twitter: US-Präsident Trumps Twitter-Account wenige Minuten gesperrt

Ein Angestellter soll an seinem letzten Arbeitstag kurzerhand den privaten Twitter-Account von Donald Trump gesperrt haben. Wenige Minuten bekamen Nutzer, die Trumps Account aufrufen wollten, die Meldung, dass die Seite nicht existiere. Zunächst gab Twitter an, dass es sich dabei um einen menschlichen Fehler eines Mitarbeiters gehandelt habe. Später räumte Twitter jedoch ein, dass der Account absichtlich von einem Kundenbetreuer abgeschaltet worden war und dass man diesen Fall nun genauer überprüfen wolle.