Kompakt News der KW 40

Dashcam-Einsatz zieht Bußeld nach sich

Nachdem eine 52-jährige Frau die Aufnahmen ihrer Dashcam als Beweis einreichen wollte, verhängte das Münchener Amtsgericht ein Bußgeld von 150 Euro. Grund dafür sei die durch die Aufnahmen entstandene Verletzung des Datenschutzes. Genauer sei das „Recht auf informationelle Selbstbestimmung“ der dabei unbeteiligten Personen missachtet worden.

 

Erste Generation der elektrischen Gesundheitskarte ist ungültig

Anfang dieser Woche lief die erste Generation (G1) der elektrischen Gesundheitskarte aus. Somit sind nur noch Karten der Generation 1+ und der Generation 2 gültig. Patienten mit ungültiger Gesundheitskarte können mit dem papiergebundenen Ersatzverfahren behandelt werden. In solchen Fällen gilt jedoch die Auflage, innerhalb des laufenden Quartals eine G2-Karte einzureichen.

 

Amazon: Drohnen sollen Elektrofahrzeuge aufladen

In den USA hat sich Amazon das Konzept von autonomen oder semiautonomen Drohnen, die Fahrzeuge mit geringem Akkustand ausfindig machen und wieder aufladen sollen, patentieren lassen. Dabei könnte es sich sowohl um fliegende Drohnen als auch um Bodenfahrzeuge handeln. Eine Landeplattform mit elektronischen Kontakten auf dem Dach und lange, gerade Strecken könnten sogar das Aufladen während der Fahrt möglich machen.

 

Ägypten: Verhaftungswelle gegen Homosexuelle und Unterstützer der LGBTQ-Bewegung

Mithilfe des Internets und Dating-Apps brachten Polizei und Behörden in Ägypten eine Verhaftungswelle in Gang, die sich gegen Homosexuelle, Transgender und Sympathisanten der LGBTQ-Bewegung richtet. Auslöser dieser Verhaftungswelle soll das Schwenken einer Regenbogenflagge während eines Konzerts der Band Mashrou’ Leila gewesen sein.

 

Behörde digital: E-Government im Portalverbund

In wenigen Jahren soll es möglich sein, alle möglichen Anträge in einem zentralen Internetportal stellen zu können, ungeachtet, ob die Kommune, das Land oder der Bund zuständig seien. Die Grundprinzipien der technischen Voraussetzungen seien bereits durch den IT-Planungsrat in Potsdam beschlossen worden, wie Brandenburgs Innenstaatssekretärin Katrin Lange bekannt gab. So sollen bestehende Verwaltungsportale miteinander verknüpft werden. Föderale Strukturen sollen aber gewahrt bleiben. Aktuell nutzten lediglich 45 Prozent der Deutschen die bestehenden Angebote des E-Governments. In Österreich seien es beispielsweise hingegen bereits rund 74 Prozent.

 

Körper-Kino: Path-Tracing sorgt für realistische Bilder aus dem Körper

Zwei Siemens-Forscher und ein Professor des Kepler Universitätsklinikums wurden für den Deutschen Zukunftspreis 2017 nominiert, weil sie mit Hilfe des Path-Tracing-Verfahrens eine Software entwickelten, die Aufnahmen von CT- und MRT-Geräten in realistische 3D-Darstellung umwandelt. Path-Tracing oder Lichtpfad-Verfolgung stammt aus der Trickfilm-Produktion und basiert auf der präzisen Berechnung der Ausbreitung von virtuellen Lichtstrahlen, die auf Gewebe treffen und absorbiert, teilweise durchgelassen oder reflektiert, gestreut oder überlagert werden. Spezielle, von den Forschern für die Medizin entwickelte Algorithmen vereinfachen diese Berechnungen nun so weit, dass sie auch in kürzester Zeit auf herkömmlichen Praxiscomputern ausgeführt werden können. Die Bilder sollen deutlicher werden und dadurch besser auszuwerten sein.