Kompakt News der KW 37

Kostenloses WLAN in Regionalbahnen

Nachdem zunächst nur in den ICE kostenloses WLAN angeboten wurde, sollen nun auch die Regionalzüge damit ausgestattet werden. In Sachsen-Anhalt sowie auf anderen Teststrecken ist das kabellose Surfen in den Regionalbahnen bereits jetzt oder in naher Zukunft Realität. Zugfahren soll damit attraktiver gestaltet werden, sowohl Pendler als auch die Deutsche Bahn sollen davon profitieren. Neben dem freien Zugang zum Internet soll auch ein Unterhaltungsportal, wie man es bereits aus dem Flugzeug kennt, zum Angebot gehören. Da es bei der Aufrüstung um Kosten in Millionenhöhe geht, bleibt abzuwarten, wann sich weitere Länder anschließen.

Facebook: Datenschutzverstoß in Spanien

Aufgrund mehrerer Datenschutzverstöße in Spanien, musste das Unternehmen 1,2 Millionen Euro Strafe bezahlen. Ohne ausdrückliche Einwilligungen einzuholen, habe Facebook Nutzerdaten gesammelt und zu Werbezwecken genutzt. Laut der spanischen Datenschutzbehörde AEPD habe der US-Konzern zudem Daten, zum Beispiel bzgl. Religionszugehörigkeit und Ideologien, für Werbemaßnahmen benutzt, die nach spanischem Gesetz besonders geschützt seien.

Google: Klage gegen Wettbewerbsstrafe der EU

Laut der EU-Kommission habe Google seine dominierende Position missbraucht, um Konkurrenten zu schädigen, indem Suchergebnisse der Konkurrenz wesentlich weniger prominent angezeigt werden als die des eigenen Konzerns. Infolgedessen wurde am 27. Juni eine Geldstrafe in Rekordhöhe verhängt. 2,4 Milliarden Euro solle Google demnach bezahlen. Das Unternehmen reichte Klage gegen die Kartellstrafe ein.

ZDF und ARD sollen Teil der Netzwelt werden

Experten verfassten in einem offenen Brief an die Ministerpräsidenten der Länder zehn Thesen zur Weiterentwicklung von ARD und ZDF hinsichtlich einer größeren Online-Präsenz. Der Brief umfasst Forderungen nach Erweiterungen und Verbesserungen des bestehenden Online-Angebotes im Sinne der Allgemeinheit und die realistische Anpassung der Rundfunkgebühren. Für Gefahrenfälle müsse der herkömmliche, nicht vom Netz abhängige Rundfunkweg bestehen bleiben.

iOS11: bessere Sicherung für iPhone und iPad

Das schnelle Ausführen einer lokalen Datensicherung, etwa durch die Polizei, soll mit iOS11 nicht mehr so leicht gestaltet werden, da bei erstmaliger Verbindung mit einem unbekannten Computer die Eingabe des Geräte-Codes erforderlich wird – trotz Touch-ID. In den USA soll es mehrere Fälle gegeben haben, in denen die Entsperrung per Fingerabdruck durch Beamte erzwungen wurde, die Herausgabe einer PIN oder eines Passwortes wären durch das Aussageverweigerungsrecht geschützt gewesen. Außerdem soll es in diesem Zuge mit iOS11 eine SOS-Funktion geben: Durch das fünfmalige Drücken der Standby-Taste soll die Touch-ID ausgesetzt und die PIN abgefragt werden.

Kostenloses WLAN an öffentlichen Orten

120 Millionen Euro plant das EU-Parlament dafür ein, um in Europa an bis zu 8000 öffentlichen Orten kostenloses WLAN anzubieten. Damit sollen Hotspots auf öffentlichen Plätzen, in Krankenhäusern und beispielsweise Büchereien entstehen. Mit Internet-Gutscheinen, für die sich Gemeinden und öffentliche Einrichtungen über ein Online-Portal bewerben können, sollen bis zu 100 Prozent der Anfangskosten gedeckt werden. Dafür müssen sie sich für eine dreijährige Laufzeit und die laufenden Kosten verpflichten. Über einen einheitlichen Log-in in unterschiedlichen Sprachen sollen sich die Nutzer in Zukunft verbinden können. Informationskampagnen dazu sollen erst noch gestartet werden.