Kompakt News der KW 35

Unitymedia: Probleme nach Sendersuchlauf

Nach der Umstellung auf das digitale Fernsehen sollten Unitymedia-Kunden einen Sendersuchlauf starten, um danach wie gewöhnt fernsehen zu können. Allerdings wurden bei einigen Anschlüssen aufgrund eines unerklärlichen Fehlers einige Privatsender als verschlüsselt angezeigt.

Burger King: Whopper als Investment

In russischen Burger-King-Filialen soll es bald statt Treuepunkten die Whoppercoins geben. Für jeden Rubel soll der Kunde durch das Abscannen seines Kassenzettels einen der Coins erhalten, für 1700 Whoppercoins soll es wiederum einen Burger geben. Waves, eine russische Kryptogeld-Plattform, soll dies mit einer Blockchain möglich machen. Die Coins sollen zudem frei transferiert und gehandelt werden können. Wallet-Apps zur Verwaltung der Whoppercoins sollen im September auf den Markt kommen. Bisher seien bereits eine Milliarde Coins generiert worden.

Entscheidungshilfe Wahl-O-Mat

Die Bundeszentrale für politische Bildung leistet mit dem Wahl-O-Mat bereits seit 2002 Hilfestellung für unentschlossene Wähler. Seit knapp einer Woche kann man sich wieder durch das Portal aufklären lassen. Der Wähler kann durch seine eigene Bewertung zu 38 konkreten Thesen angezeigt bekommen, mit welchen der 42 Parteien er die meisten Übereinstimmungen hat. Dabei können bis zu acht Parteien berücksichtigt werden. Zu jeder These können die entsprechenden Parteipositionen und deren Begründungen abgerufen werden. Den Wahl-O-Mat gibt es auch als App.

„Digitalpakt“ auf nächste Legislaturperiode verschoben

Fünf Milliarden Euro sollten auf Bundesebene dafür aufgewendet werden, um zwischen 2018 und 2022 Klassenzimmer mit WLAN auszustatten und miteinander zu vernetzen, Cloudlösungen für Unterrichtsinhalte zu finden und den Lehreraustausch damit zu vereinfachen. Nun heißt es, die Entscheidungsgewalt liege bei der Bundesregierung der nächsten Legislaturperiode, da bisher nicht alle Uneinigkeiten beseitigt werden konnten. Ob der zeitliche Rahmen damit gewahrt werden kann, bleibt abzuwarten.

Kim Dotcom gegen Internetpiraterie

Zunächst durch Vorwürfe zu Urheberrechtsverletzungen in den USA aufgrund seiner Plattform Megaupload in Verruf geraten, sagt Kim Dotcom Internetpiraterie nun den Kampf an: Mit Bitcache und seiner neuen Plattform K.im möchte er die Möglichkeit zu Mikrotransaktionen und digitalen Käufen vereinfachen und ein eigenes Bitcoin Wallet erstellen. Seine Dienste sollen in vielen Ländern weltweit einheitlich angeboten werden. Damit sollen zumindest die Nutzer, die eigentlich zahlungswillig wären, aber bislang zu illegalen Notlösungen gegriffen haben, die Möglichkeit zum legalen Erwerb digitaler Güter bekommen. Firmen, die mit diesen Diensten arbeiten, sollen laut Kim Dotcom eine bessere Kontrolle über ihre Inhalte erhalten können.

Meuterei: „Die Partei“ übernimmt Facebook-Gruppen

31 geschlossene Facebook-Gruppen der AfD befinden sich seit Sonntag in der Gewalt von „Die Partei“. Seit November 2016 schleuste „Die Partei“ Mitglieder in Facebook-Gruppen der AfD und wartete, bis sie den Administratoren-Status erreichten. Seitdem wurden die betroffenen Gruppen öffentlich zugänglich gemacht und teilweise sogar unbenannt. Andere, AfD-treue Administratoren wurden entfernt. Zudem postete „Die Partei“ ein Video des Satirikers Shahal Shapira in allen betroffenen Gruppen, um aufzudecken, was es mit den Gruppen auf sich hat.