Kompakt News der KW 31

Bitcoin wurde erfolgreich gespalten

Am 01. August wurde der Bitcoin in einen weiteren Coin gespalten. Der neue Name lautet “Bitcoin Cash” (Kürzel BCH) und soll neben dem Bitcoin parallel laufen.

Doch warum das alles? Da der originale Bitcoin langsam aber sicher an seine Grenzen kam und Transaktionen immer länger und die Gebühren höher wurden, hatte man sich überlegt einen Weg zu finden, diese Probleme zu lösen. Dadurch das ein sogenannter Block eine Größe von 1 MByte besitzt, kommt es zu Stauungen in der Blockchain und die Blöcke können nicht mehr so schnell abgearbeitet werden. Man muss auf Bestätigungen in der Blockchain warten, damit die Transaktionen in diese eingetragen werden können und somit eine offizielle Transaktion darstellen.

In der Community wurden daraufhin mehrere Vorschläge gemacht, doch nicht alle waren sich einig. Die eine Lösung beinhaltet den originalen Bitcoin mit Segwit2x (Protokolländerung) auszustatten und 3 Monate später die Blockgröße auf 2 MByte zu erhöhen. Mehrere Mining-Pools die nicht an dieser Lösung interessiert sind, wollen direkt auf 8 MByte und auf Segwit verzichten.

Der derzeitige Kurs des Bitcoin (BTC) beträgt 2755 US-Dollar und der des Bitcoin Cash (BCH) Beträgt 446 US-Dollar (Stand: 03. August 2017).

 

Whatsapp Verschlüsselung mit Hintertürchen?

Das sollen gängige Messenger und vor allem WhatsApp erwarten, wenn es nach Regierungen gehen soll. Natürlich soll dies dem Schutz vor Terroristen und eine schnelle Aufklärung bei Straftaten dienen.

Laut Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg warnt sie Regierungen gegen Verschlüsselungen vorzugehen oder laut Gesetz zu verpflichten, irgendwelche Hintertüren für Behörden bereitzustellen. Die Privatsphäre würde zerstört werden und Straftäter würden einfach auf andere Anbieter ausweichen. Im schlimmsten Falle würden Alternativen genutzt werden, wo Behörden oder Regierungen keinen Einfluss auf die jeweiligen Messenger haben, da sie in Ländern betrieben würden, wo keine gesetzliche Grundlage geschaffen ist, um etwas erwirken zu können.

Die Datenanforderer sollten froh darüber sein, dass sie Metadaten auf Anfrage bekommen und so man wenigstens sehen könnte, wann, wer mit wem, eine Unterhaltung geführt habe. Alles andere würde den Sinn von Verschlüsselungen und Privatsphäre nichtig machen.

 

Russland verbietet VPN

Russlands Präsident Wladimir Putin hat ein Gesetz unterzeichnet, dass den Gebrauch von VPN verbietet. Damit soll hauptsächlich die Verbreitung von extremistischen Inhalten im Internet verhindert werden bzw. soll es ohne einen Verschleierungsdienst wie einem VPN oder Proxy leichter sein, solche Inhalte zu erfassen.

Kritiker schreiben, dass dies nur der Unterdrückung von anderen politischen Meinungen diene, die der Staat nicht akzeptieren wird. Ab November soll das Gesetz in Kraft treten. Betroffen werden auch Webseiten die Verschleierungsdienste anbieten, die dann einfach blockiert werden.

Auch in China wurden aus dem Appstore VPN-Apps entfernt. Nach lauter Kritik äußerte sich Apple Chef Cook dazu, dass er den Gesetzen des Landes folgt und den Forderungen der Zensur-Behörden auch nachkommen müsse. In China sind Seiten wie Facebook gesperrt und man benötigt einen VPN, um die Seite besuchen zu können. Aber auch anderen Menschen die vom Staat verfolgt werden (Oppositionelle, Menschenrechtler), haben es nun schwerer im Internet sicher zu kommunizieren.

 

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