Kompakt News der KW 27

CIA ortet WLAN Nutzer

 

WikiLeaks liefert ein Papier nach dem nächsten und es scheint kein Ende zu nehmen. Jetzt ist herausgekommen, dass die CIA ein Verfahren entwickelt hat, um Nutzer per WLAN orten zu können.

Dabei beschreibt das 42 Seiten lange Dokument, dass das Verfahren nur für Windows Nutzer entwickelt worden ist und sich das Projekt “ELSA” nennt. Alle Geräte die ein WLAN Modul und ein Windows-Betriebssystem besitzen, wären potentiell ortungsfähig. Die Opfer werden zunächst mit einer Malware infiziert. Diese Malware scannt dann alle verfügbaren WLAN-Netzwerke, die sich in der Nähe des infizierten Gerätes befinden. Dabei ist es unerheblich, ob das Gerät mit einem WLAN verbunden ist oder nicht. Die ausgesendeten Metadaten der Hotspots reichen aus, um einen relativ genauen Standort bestimmen zu können.

Je mehr Hotspots in der Nähe umso genauer die Standortbestimmung. Das Verfahren nennt sich “Trilateration”. So kann die Genauigkeit von 9m bis 32m liegen, je nach Signalstärke. Hat die Malware mindestens 3 WLAN-Router zur Verfügung, so lässt sich der Aufenthaltsort ziemlich genau bestimmen.

Ob die CIA dieses Verfahren weiterhin benutzt bleibt unklar, denn die Dokumente stammen aus den Jahren 2013 bis 2016. Bis dahin können sich die Methoden und Technologien die der Behörde zur Verfügung stehen, geändert haben.

 

Grafikkartenpreise steigen durch Kryptowährungen

In den letzten Wochen stiegen die Preise für Grafikkarten im Schnitt von 40€ bis 100€ je nach Modell. Der Grund dürften wohl die Kryptowährungen wie unter anderem Ethereum, ZCash und Dash sein.

Besonders beliebt sind Grafikkarten von AMD mit den Modellen Radeon RX 480, -RX570, -RX580, -RX580, -R9 290 und -R9 390X. Aber auch der Videokartenhersteller NVIDIA ist auf dem Vormarsch mit den Modellen GeForce GTX 1060, -GTX 1070, TITAN X Pascal. AMD hat allerdings ein besseres Preisleistungsverhältnis und wird deshalb bevorzugt. Die Karten sind ab 300€ erhältlich.

Doch was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Man kann mit den Grafikkarten “minen” (engl. für “schürfen). Im Klartext bedeutet es, dass man durch die Rechenleistung des Grafikchips sogenannte Blöcke errechnen kann, die durch komplizierte mathematische Berechnungen gelöst werden müssen. Sobald ein Block errechnet wurde, erhält man als Belohnung ein Kryptocoin zum Beispiel 1 Ethereum.

Zur Zeit ist ein Ethereum 240€ wert (Stand: 6. Juli). Wenn man nun ein paar dieser Blöcke errechnet, kommt schon ein nettes Sümmchen zusammen. Die Anschaffung eines “Mining-Rigs” (Schürf-Station aus einem Gestell wo die Grafikkarten betrieben werden) kann ein wenig teuer sein, doch langfristig wird man den Anschaffungspreis in 2 – 3 Monaten wieder einnehmen und somit wird sich die Anlage amortisert haben.

Üblich ist es 3 – 6 Grafikkarten in einem “Mining-Rig” zu betreiben. Nicht außer acht gelassen werden sollten die Stromkosten. Die Anlage läuft in der Regel 24 Stunden pro Tag und bei durchschnittlichen Strompreisen von rund 30 cent pro Kilowattstunde Strom, muss man immer das Verhältnis abwägen, ob sich ein “minen” lohnt. Aber bei einem Preis von 240€ pro Ethereum ist es noch eine sehr profitable Angelegenheit.

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