Kompakt News der KW 26

Vortäuschung der Ortsnähe durch Vorwahl

Einige Unternehmen täuschen gerne mal die Ortsnähe für ihre Kunden vor, um so ein potentielles Geschäft in die richtige Richtung zu lenken und es am Ende abschließen zu können. Sie nutzen dafür gerne die Vorwahl der Telefonnummern aus. Was viele nicht wissen, diese Nummern sind eingekauft und die Unternehmen und Dienstleister sitzen gerne des Öfteren am anderen Ende Deutschlands.

Damit das nicht zur Regel wird und eigentlich auch komplett unterbunden werden soll, geht nun die Bundesnetzagentur gegen solche Unternehmen vor und schaltet diese Telefonnummern ab. Oft sind es Firmen wie Schlüsseldienste und Umzugsunternehmen die davon Gebrauch machen.

Doch Bürger sollen sich darauf verlassen können, dass hinter der gewählten Telefonnummer mit ortsansässiger Vorwahl auch eine ortsansässige Firma steckt, so Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Die freien Rufnummern wurden über Zwischenhändler weiterverkauft, die sie von den Netzbetreibern erhielten. Normalerweise sollten diese auch denjenigen prüfen, der neue Rufummern erwerben möchte. Denn oft haben sie keinen Anschluss noch ist deren Betrieb in dem Ort ansässig.

 

Abzocke durch Routenplaner

Ein Online-Routenplaner der auf der Seite “maps-routenplaner.pro” zu erreichen ist, lockt seine Kunden in eine horrende Kostenfalle. Nachdem man seine Route eingeben hat, wird man dazu aufgefordert seine eMail-Adresse einzugeben. Dadurch schließt man einen Zweijahresvertrag ab, der satte 500€ pro Jahr verlangt.

Der Verbraucherschutz rät nicht der Zahlungsaufforderung nachzukommen, auch wenn die “Digital Development GmbH”, die hinter der Internetpräsenz steckt, mit erfundenen Gerichtsurteilen versucht, die Gültigkeit des zustandegekommenden Vertrages, zu untermauern.

Die in Berlin ansässige Firma ist anscheinend mit allen Wassern gewaschen, so heißt es aus dem Schreiben:

“Nach dem Urteilsspruch des Amtsgerichts Mainz vom 08.03.2017 (AZ: 44 C 276/17), in dem die Zahlungspflicht an die Digital Development GmbH, Betreiber und Inkassodienst für die Seite www.maps-routenplaner.pro, bestätigt wurde, folgt nun auch das Oberlandesgericht Frankfurt derselben Auffassung und verurteilt die säumigen Kunden des Portals in einem deutlichen Urteilsspruch (AZ: 7 C 328/17) vom 18.04.2017 zur Zahlung des offenen Betrages sowie zur Übernahme der Anwalts- und Gerichtskosten.”

Auf Nachfrage bei den genannten Gerichten, stellte sich heraus, dass es die Aktenzeichen nicht gäbe und man auf keinen Fall bezahlen solle. Gekonnt ignorieren heißt die Devise, denn hierbei handelt es sich eindeutig um eine Abzocke und Abofalle.

 

Blitzer durch Ransomware unbrauchbar gemacht

Wie vor einigen Wochen bereits berichtet, hat die Ransomware “WannaCry” eine Menge Chaos angerichtet. Aber manchmal hat so etwas auch sein Gutes. In Australien sind anscheinend die Radarfallen mit dem Verschlüsselungstrojaner befallen und alle Geblitzten können sich glücklich schätzen, dass das Verfahren wohl eingestellt wird.

Die australische Polizei hätte schon etwa 600 Strafen wegen Rotlichtvergehen und zu schnelles Fahren zurückziehen müssen, so australische Medien. Man vermutet das noch weitere Tausende folgen werden. Es sind rund 55 Blitzer betroffen die in der Zeit vom 6. bis 22. Juni Fotos geknipst haben.

Laut Polizei laufen die Straßenwächter unter Windows die vom Betreiber nicht mit den nötigen Sicherheitspatches upgedatet wurden. Ein unklarer Punkt der noch zu ermitteln wäre, ist, dass die Kameras überhaupt nicht ans Internet angebunden sind und sich trotzdem infizierten. Man vermutet eine eventuelle Übertragung mittels einem USB-Stick.

Es wird betont, dass weiterhin korrekte Aufnahmen von den Verkehrssündern gemacht worden sind, die aber dann wohl verschlüsselt bleiben. Nichtsdestotrotz wolle man die Strafen einstellen, um weiterhin das Vertrauen der Öffenltichkeit in dessen Überwachungssystemen für den Verkehr zu erhalten.

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