Kompakt News der KW 22

Trojaner im Abo

Wie vor kurzem berichtet, wollte die Hackergruppe “Shadow Brokers” Sicherheitslücken, die sie zuvor inklusive Hacker-Tools der NSA entwendeten, als Abo-Modell anbieten. Dafür sollten dann 20.000€ pro Monat auf den Tisch gelegt werden. Um welche Sicherheitslücken es sich genau handeln soll gab die Gruppe nicht bekannt. Man nimmt an, dass es sich um Daten von Atom- und Raketenprogrammen sowie auch Netzwerkdaten des internationalen Bankensystems SWIFT handeln könnte, da dies schon einmal angedeutet wurde.

Im Juni soll es dann allerdings soweit sein, bis der erste Abonnent sein “Produkt” bekommt und man wirklich eine Ahnung hat, um was für Lücken es sich wirklich handeln wird. Denn am Montag haben die Shadow Broker ihre Bitcoin-Wallet (digitale Geldaufbewahrungsbörse für Bitcoins) geleert.

Hier kann man in die Bitcoin Wallet einsehen: https://t.co/dy9HPA17SP

Sicherheitsforscher schlugen vor, gesammelt das Abo einzugehen, damit die Hackergruppe nicht so viel daran verdienen kann und vor allem, dass die Sicherheitslücken dann so schnell wie möglich gemeldet und gestopft werden können.

 

Werbedisplays in Real-Märkten mit Gesichtserkennung

In ca. 40 Real-Märkten stehen derzeit Displays von Produkten, die das Gesicht des Kunden erfassen. Auch das Alter, Geschlecht und die Dauer des Blickkontaktes sollen erfasst und analysiert werden. Zwar machen Hinweisschilder darauf aufmerksam, dass der Bereich videoüberwacht wird, aber zu welchem Zweck, weiß der Kunde nicht. Ebenso kann man der Videoerfassung auch nicht in irgendeiner Form widersprechen.

Bei den Werbedisplays soll es sich um einen Testlauf der Firma Echion handeln und werde nicht vom Real-Markt selbst durchgeführt. Damit wolle man relevantere Werbung für den Kunden entwickeln. Es werden keine Bilder an die Echionserver übertragen, sondern nur die sogenannte Metadaten wie Anzahl der Kunden, welches Alter, welches Geschlecht, wie viel Sekunden Blickkontakt etc., die dann der Computer auswertet. Das alles soll natürlich veschlüsselt erfolgen. Die aufgenommen Bilder werden “nur” ca. 150 Millisekunden lang ausgewertet und dann wieder verworfen, so, dass das Recht am eigenen Bild unangetastet bleibt und für personenbezogene Daten datenschutztechnisch-/rechtlich unproblematisch sein soll. Real selber habe auch keinen Zugriff auf jegliche Daten.

 

Kostenloses WLAN finanziert durch die EU

Vertreter der EU wollen ein Programm durchführen, dass unter anderem viele öffentliche Plätze mit schnellem Internet versorgt werden sollen. Dabei kann es sich um Gemeinden, Krankenhäusern, Stadtplätze, Büchereien oder jegliche andere Orte an denen sich viele Menschen tummeln, handeln.

Es werden rund 120 Millionen Euro für den EU finanzierten WiFi Hotspot locker gemacht. Ca. 6000 – 8000 Gemeinden sollen kostenlose öffentliche Zugänge bekommen, die sich durch die SSID “WiFi4EU” namentlich erkennen lassen.

Alle Interessenten sollen sich für einen Internet-Gutschein bewerben können. Die die zuerst einen Zuschlag erhalten, bekommen eine bis zu 100%ige Abdeckung der Anfangskosten und verpflichten sich den Hotspot mindestens 3 Jahre zu pflegen. Ziel sei es, besonders den Menschen des jeweiligen EU-Staates eine Chance zu geben, in dem das Internet noch nicht voll ausgebaut und ausgebreitet ist, einen schnellen Internetzugang zu gewähren.

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