Kompakt News der KW 48

Deutsche Bahn: Sammeltaxi per App buchen

Derzeit testet die Deutsche Bahn in Frankfurt ein neues Angebot an den eigenen Mitarbeitern. Per App können die Mitarbeiter eines von 13 momentan E-Sammeltaxis buchen, um sich zu einem von bislang 32 Standorten innerhalb Frankfurts fahren zu lassen. Fahrgäste, die in dieselbe oder in ungefähr die gleiche Richtung müssen, werden dabei zusammen befördert.

Sicherheitsforscher decken Sicherheitslücke von Face ID auf

Nachdem ein vietnamesisches Team aus Sicherheitsforschern Mitte November für Aufsehen sorgte, weil sie die Sperre eines iPhone X mit einer Maske aus Papierklebeband innerhalb weniger Stunden aufhoben, stellten sie nun eine zweite Version der Maske vor. Mit der neuen Maske, welche als „artifizieller Zwilling“ fungieren sollte, waren die Sicherheitsforscher in der Lage, Apples Face ID gleich im ersten Anlauf zu überlisten und das Smartphone zu entsperren. Mittels 3D-Drucker ließe sich für rund 200 US-Dollar für jeden eine solche Maske aus Steinmehl anfertigen. Die Forscher warnten aufgrund ihrer Ergebnisse mit Nachdruck davor, Face ID nicht für wichtige geschäftliche Transaktionen zu verwenden.

VR-Schulungen bei Walmart und anderen Arbeitgebern

Das VR-Start-up Strivr bietet VR-Schulungen an, um beispielsweise Mitarbeiter der Supermarktkette Walmart mittels Simulation auf bestimmte Situationen und Ausnahmezustände wie den Black Friday vorbereiten zu können. Firmen, die diesen Service nutzen wollen, schließen ein Abonnement mit der Firma ab und erhalten dafür 360-Grad-Kameras und die nötige Software. Die Schulungen sollen einerseits zum Anlernen von Mitarbeitern, andererseits aber auch zum Aufzeichnen der Reaktionen der jeweiligen Mitarbeiter zur Erhebung von Aufmerksamkeitsdaten dienen. Auch die amerikanische Footballliga NFL zählt sich zu den Kunden des Start-ups und nutzt VR, um Trainingseinheiten zu unterstützen.

Kanadier bekennt sich zu Yahoo-Hack

Der 23-jährige Kanadier Karim Baratov bekannte sich, nachdem er zunächst auf seine Unschuld plädierte, nun doch schuldig, 2014 Daten von mindestens 500 Millionen Yahoo-Nutzern gestohlen zu haben. Jetzt drohen ihm dafür 20 Jahre Haft. Neben Baratov standen auch russische Staatsbürger unter dem Verdacht von Yahoo, da das Unternehmen einen staatlich finanzierten Angriff hinter dem Hack vermutete.

IOTA-Entwickler eröffnen Marktplatz für Daten von IoT-Geräten

Die von der IOTA Foundation entwickelte Kryptowährung IOTA setzt, im Gegensatz zu Bitcoin, nicht auf Blockchains, sondern auf Tangles. Ein Tangle baut nicht auf einer sequenziellen Kette, sondern auf einen gerichteten, azyklischen Graphen (DAG) auf, was die parallele Validierung der Transaktionen ermöglicht. Die Bestätigungszeiten für Transaktionen sollen so mit wachsender Teilnehmerzahl sinken. Tangles ermöglichen ein dezentrales Netzwerk und sollen Transaktionsgebühren vermeiden.

Nun testet die IOTA Foundation einen digitalen Marktplatz für die Sensordaten von IoT-Geräten. Teilnehmer dieses Projekts sind unter anderem auch 20 namenhafte Firmen wie die Deutsche Telekom, Fujitsu und Microsoft. Ungenutzte Daten sollen so monetarisiert und leicht zugänglich gemacht werden. Da Transaktionen auf der Basis von Blockchains zu lange dauern würden und die Daten der IoT-Geräte in Echtzeit benötigt werden, scheint der Einsatz von Tangles praktikabler. Konkrete Anwendungsbeispiele sollen in den kommenden Wochen folgen.